Unschöne Dinge

So endlich finde ich die Zeit mal wieder etwas auf „Papier“ zu bringen.

 

ich möchte euch ein paar meiner Narben erklären.Also abgesehen von denen die ihr schon kennt.

 

Es war Sommer 1999 als meine Erzeugerin Martina mal wieder beschloss die Seelen ihrer Kinder weiter zu vergewaltigen.

Es begann wie immer. Martina hatte einen Termin beim Sozialamt, das Geld war nicht gekommen. Den Grund weiß ich nicht mehr. Ich erinnere mich nur an einen sehr prägnanten Satz den sie zu der Sachbearbeiterin sagte: Denn kann ich mich und meine Kinder gleich aufhängen!

Wir fuhren nach Hause. Auf dem Heimweg kratze Martina ihr letztes Geld zusammen um sich den guten Billig Wein zu holen. Zuhause trank sie diesen und ging in den Keller zu dem Schrank an den wir nie ran durften. Katherine und ich waren draußen und als wir wieder rein kamen hatte Martina ein kleines Paket in der Hand. Es war nun bereits Nachmittag und sie entschloss sich essen zu machen. Es gab Rahmspinat. Aber es roch anders als zuvor. Es beißender und unangenehmer Geruch verbreitete sich in der ganzen Wohnung. Sie sagte das wäre ein Gewürz … Koriander…

Im Mülleimer sah ich eine weiße Plastikverpackung mit einer Ratte drauf. Mein Gefühl sagte mir das heißt nichts Gutes. Sie antworte schroff das es eine Kartoffel sei. Das „Essen“ war fertig und sie zwang uns dieses ungenießbare Zeug bis zum Ende auszulöffeln. Rahmspinat mit Rattengift.

Danach gingen wir in die Stube , sie klappte das Schlafsofa aus und machte den Film „Alice im Wunderland“ an.

Katherine und mir wurde schnell schlecht und Martina fing weinend das beten an. Sie bat Gott um Vergebung , sie weiß keinen anderen Weg, es würde uns besser gehen im Himmel. Katherine verstand schneller als ich das Martina uns grad vergiftet hat. Mit Rattengift. Wie Ungeziefer wären wir innerlich verblutet.

Kleiner Sidekick : Mein Psychiater fragte mich vor einiger Zeit ob das irgendwelche Spätfolgen Zur Folge hatte…. Naja ich lächelte ihn an und sagte : wissen sie ich sitze hier bei Ihnen und brauche ein neues Antidepressivum … also schon irgendwie. Sein Blick … unbezahlbar.

 

Zurück zur eigentlichen Geschichte. Meine Schwester flehte Martina an einen Rettungswagen zu rufen. Wir wollten nicht sterben. Alleine der Gedanke schien mir völlig absurd. Schließlich wurde ich in der Vorwoche erst eingeschult und ich wartete sehnsüchtig auf die Bilder des Fotografen von diesem Tag.  Was passiert nach dem Tod? Bin ich denn einfach weg? Komme ich in den Himmel. Fragen die eine 6 jährige sich eigentlich nicht stellen sollte. Katherine sprang auf und ging zum Telefon und wählte die 112. Martina flehte sie an nicht zu sagen das sie uns vergiftet hat, weil wir sonst ins Heim und sie ins Gefängnis kämen. Im Nachhinein glaube ich ein Heim wäre besser gewesen als bei diesem Monster zu leben.

Denn überschlugen sich die Ereignisse. Der RTW kam und brachte Katherine und mich ins Kinderkrankenhaus nach Altona. Martina kam in eine andere Klinik. Wir mussten den Magen ausgepumpt bekommen und viele Medikamente nehmen. Aber trotz allem war es irgendwie normal das Martina sowas versuchte. Wir waren ihre Eskapaden gewohnt und immer wieder deckten wir sie. Wir haben gesagt wir hätten gekocht und ein Gewürz aus dem Keller geholt was in einem Glas war. Erst als uns schlecht wurde ahnte  wir das es kein Gewürz war.

Nach einer Woche hat sie uns aus dem Krankenhaus abgeholt.

Manchmal erschrecke ich mich über mich selbst. Gerade wenn ich meine Erlebnisse nieder schreibe wünsche ich mir wir hätten sie bloß nicht immer retten sollen. Denn schäme ich mich das ich sowas denke , aber ich glaube denn wäre ich heute nicht so kaputt wie ich es bin. Seit dem ich keinen Kontakt mehr zu Martina habe weiß ich was für ein kranker Mensch sie ist. Ich hoffe das irgendwann das Karma zuschlägt und sich in unserem Namen rächt. Obwohl nach Rache steht mir nicht der Sinn , ich wünsche mir eigentlich nur das die Welt die Wahrheit über sie erfährt und die Menschen sich nicht mehr von ihr und ihren Lügen einwickeln lassen. Ich wünsche ihr das sie einsam und alleine irgendwann auf dem Sterbebett liegt und sich wünscht sie hätte uns das nicht alles angetan.

Aber in Ihren Augen ist sie das Opfer.

Lest mal selbst:

http://www.trauer.org/gimik/kerzeanzuenden.php5?id=613&n=0&m=39

 

Die Liebende Mama welche alles für ihre Kinder getan hätte… Alles außer eine Mutter zu sein.

Und trotzdem ist mein Herz warm und voll mit Liebe. Sie hat mein Herz nicht getötet.